Investieren · Eigentumswohnung

Eigentumswohnung kaufen

Ob der Kauf ein guter ist, entscheidet sich weniger an der Wohnung selbst als an den Unterlagen dahinter.

Beim Kauf einer Eigentumswohnung erwirbt man nicht nur Quadratmeter, sondern einen Anteil an einem Haus mit vielen Miteigentümern — mit gemeinsamen Rechten, Pflichten und Kosten. Ob der Kauf ein guter ist, entscheidet sich weniger an der Wohnung selbst als an den Unterlagen dahinter.

Wohnungseigentumsvertrag

Was der Wohnungseigentumsvertrag regelt.

Der Wohnungseigentumsvertrag legt fest, was Ihnen tatsächlich gehört und wie das Zusammenleben im Haus organisiert ist. Wir prüfen für Sie unter anderem:

Laufende Kosten

Betriebs- und Heizkosten.

Neben dem Kaufpreis zählt, was die Wohnung monatlich kostet. Bei der Heizung gilt in Mehrparteienhäusern häufig das Heizkostenabrechnungsgesetz (HeizKG): Die Kosten werden in einen Grund- und einen Verbrauchsanteil geteilt. Wie dieser Schlüssel aussieht, entscheidet mit, wie viel Sie zahlen — und ob eine wenig genutzte Wohnung teuer bleibt.

Unterlagen

Die Unterlagen, die vor dem Kauf vorliegen müssen.

Drei Dokumente verraten über eine Eigentumswohnung mehr Details als jede Besichtigung:

Zusätzlich prüfen wir den Baukonsens: Stimmt der Ist-Zustand — etwa zusammengelegte Einheiten oder eine verglaste Loggia — mit den bei der Behörde bewilligten Plänen überein? Fehlt der Konsens, drohen nachträgliche Auflagen.

Später vermieten

Später vermieten — welcher Mietzins gilt?

Auch bei der Eigentumswohnung entscheidet das Baujahr über die spätere Miete: Bei Wohnungen in Gebäuden mit Baubewilligung vor dem 9. 5. 1945 gilt der Richtwertmietzins, danach ist die Miete in der Regel frei vereinbar. Es gibt jedoch auch Ausnahmen.

„Neubau“ heißt nicht automatisch frei — WGG, Förderung und Rückzahlungsbegünstigung

Viele denken: Neubau ist Neubau, also frei verwertbar. Das stimmt oft nicht. Wurde die Wohnung von einer gemeinnützigen Bauvereinigung errichtet (Wohnungsgemeinnützigkeitsgesetz, WGG) oder mit Wohnbauförderung finanziert, gelten Preis- und Entgeltgrenzen, die viele Käufer nicht erwarten. Ob ein öffentliches Wohnbaudarlehen bereits begünstigt vorzeitig zurückgezahlt wurde, verändert zusätzlich, welcher Mietzins bei späterer Vermietung zulässig ist: Je nach Zeitpunkt der Rückzahlung gilt dafür das Rückzahlungsbegünstigungsgesetz 1971 (BGBl. Nr. 336/1971) oder dessen Nachfolgeregelung, das Rückzahlungsbegünstigungsgesetz 1987 (RBG, BGBl. Nr. 340/1987). Eine solche begünstigte Rückzahlung kann eine Wohnung von den Mietzinsgrenzen befreien. Wir erkennen solche Fälle und sagen Ihnen vor dem Kauf, was sie für Verwertung und Rendite bedeuten.

Hinweis: Diese Angaben dienen der allgemeinen Orientierung und sind keine Rechts- oder Steuerberatung. Im Einzelfall bitte mit Anwalt oder Steuerberater abstimmen.
Dachgeschoßwohnung im Erstbezug — Eigentumswohnung in Wien
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