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Das Immobilien-Glossar.

112 Begriffe des Wiener Zinshausmarkts, verständlich erklärt – von der Befristung über den Friedenszins bis zur Parifizierung.

Begriffe bezogen auf österreichisches Recht · Stand Juni 2026 · Quellen: RIS, BMF, OeNB, WKO, Bauordnung für Wien

Wohnungsarten & Nutzung
Altbau
In Österreich Gebäude, die vor 1945 errichtet wurden; Mietwohnungen darin unterliegen häufig dem Vollanwendungsbereich des MRG (Richtwertmietzins).
Anlegerwohnung
Jede zur Vermietung erworbene Wohnung (auch Bestand/Altbau); Renditeerfolg hängt v. a. vom zulässigen Mietzins ab.
Einlegerwohnung
In ein Gebäude integrierte, baulich abgetrennte Wohneinheit mit eigenem Zugang; häufig in Einfamilienhäusern oder Doppelhaushälften.
Erstbezug
Erstmalige Nutzung einer neu errichteten oder umfassend sanierten Wohnung; meist frei vermietbar.
Garçonnière
Kleine, meist einräumige Wohnung mit Wohn-, Schlaf- und Kochbereich in einem Raum.
Gürtel
Wiener Ringstraße um die Innenbezirke; prägende Lagegrenze und Standortfaktor für Wohn- und Gewerbeimmobilien.
Substandard / Kategorie D
Wohnung ohne Wasserentnahme oder WC im Inneren bzw. mit nicht brauchbarer Ausstattung; Kategorie D nach MRG.
Vorsorgewohnung
Neu errichtete oder sanierte Wohnung, gezielt zur Vermietung erworben; steuerlich attraktiv durch Vorsteuerabzug und Abschreibung.
Zinshaus & Investment
Antizyklisch investieren
Anlagestrategie entgegen der Marktstimmung: kaufen, wenn Preise niedrig und andere zurückhaltend sind, statt dem Trend zu folgen.
Asset Deal
Direkter Erwerb der Liegenschaft selbst; das Eigentum an der Immobilie wird unmittelbar übertragen.
Bestandfreimachung
Maßnahmen zur Auflösung bestehender Mietverhältnisse, um eine Liegenschaft bestandfrei übergeben zu können.
Betongold
Umgangssprachlich für Immobilien als besonders wertbeständige Anlage – „Beton" als Sinnbild für Sicherheit gegenüber schwankenden Geldwerten.
Bieterverfahren
Strukturiertes Verkaufsverfahren, bei dem Interessenten innerhalb einer Frist verbindliche Angebote legen.
Due Diligence
Sorgfältige rechtliche, technische und wirtschaftliche Prüfung einer Liegenschaft vor dem Erwerb.
Einzelabverkauf
Verkauf eines Zinshauses in einzelnen, zuvor parifizierten Eigentumswohnungen statt als Gesamtobjekt.
Genussschein
Wertpapier, das vermögensrechtliche Ansprüche (z. B. Gewinnbeteiligung) einräumt, in der Regel ohne Stimmrechte.
Leerstand
Anteil nicht vermieteter Flächen; wesentlicher Faktor für Ertrag und Wert einer Liegenschaft.
Mezzaninkapital
Finanzierungsform zwischen Eigen- und Fremdkapital, oft zur Ergänzung der Kapitalstruktur bei Immobilienprojekten.
Off-Market
Immobiliengeschäft, das nicht öffentlich angeboten, sondern diskret über Netzwerke und Direktkontakte abgewickelt wird.
Sachwert
Realer, greifbarer Vermögenswert (z. B. Immobilie), dessen Wert an der Substanz hängt und der – anders als Geldvermögen – weitgehend vor Geldentwertung schützt.
Share Deal
Erwerb der Anteile an einer Gesellschaft, die die Immobilie hält; die Liegenschaft bleibt im Eigentum der Gesellschaft.
Zinshaus
Überwiegend zur Vermietung errichtetes Mehrparteienhaus, meist aus der Gründerzeit; Wert leitet sich v. a. aus dem nachhaltigen Mietertrag ab.
Zinshausanteil
Ideeller Miteigentumsanteil an einem Zinshaus; berechtigt anteilig an Erträgen und Kosten.
Bewertung
Bruttorendite
Jahresnettomiete im Verhältnis zum Kaufpreis, ohne Berücksichtigung laufender Kosten.
Ertragswert
Wert einer Immobilie, abgeleitet aus den nachhaltig erzielbaren Mieterträgen; maßgeblich bei Zinshäusern.
Ertragswertverfahren
Bewertung über die Kapitalisierung der künftigen Reinerträge mit dem Liegenschaftszinssatz.
Liegenschaftsbewertungsgesetz (LBG)
Österreichisches Gesetz, das die Grundsätze und Verfahren (Vergleichswert-, Ertragswert-, Sachwertverfahren) der Liegenschaftsbewertung regelt.
Liegenschaftszinssatz
Marktüblicher Kapitalisierungszinssatz, mit dem künftige Erträge auf den Stichtag abgezinst werden.
Nettomietrendite
Rendite nach Abzug der laufenden Bewirtschaftungskosten von den Mieteinnahmen.
Sachwertverfahren
Bewertung aus Bodenwert plus Bauwert (Herstellungskosten abzüglich Abnutzung).
Vergleichswertverfahren
Bewertung anhand tatsächlich erzielter Kaufpreise vergleichbarer Objekte.
Verkehrswert
Der zum Stichtag im gewöhnlichen Geschäftsverkehr erzielbare Preis; Definition und Verfahren regelt das Liegenschaftsbewertungsgesetz (LBG).
Mietrecht (MRG)
Angemessener Mietzins
Marktorientierter Mietzins nach Lage, Größe und Ausstattung; u. a. bei Wohnungen über 130 m² und Geschäftsräumen.
Befristeter Mietvertrag
Auf bestimmte Zeit abgeschlossen (Wohnung mind. 3 Jahre); im MRG-Bereich 25 % Befristungsabschlag, Mieter kann nach einem Jahr mit 3-Monats-Frist kündigen.
Betriebskosten
Auf Mieter überwälzbare laufende Bewirtschaftungskosten (Wasser, Müll, Versicherung, Verwaltung etc.) nach §§ 21 ff MRG.
Erhaltungs- u. Verbesserungsbeitrag (EVB)
Gesetzlich vorgesehener Beitrag zur Finanzierung künftiger Erhaltungs- und Verbesserungsarbeiten am Haus.
Frei vereinbarter Mietzins
Außerhalb der MRG-Vollanwendung (Neubau, Ein-/Zweifamilienhaus, Vollausnahme) frei zwischen den Parteien vereinbar.
Friedenszins
Historisch sehr niedriger Altmietzins (Wurzeln in den Mieterschutzregeln 1917/18, Basis Mietniveau 1914), durch Inflation entwertet. Heute nur noch in wenigen Altverträgen relevant und stark ertragsmindernd.
Hauptmietzins
Kernentgelt für die Überlassung des Bestandobjekts, ohne Betriebskosten und USt.
Kategoriemietzins
Nach Ausstattungskategorie (A–D) gestaffelter Mietzins; v. a. bei Altverträgen (1.1.1982–28.2.1994).
Lagezuschlag
Zuschlag zum Richtwert bei überdurchschnittlich guter Wohnlage (§ 16 Abs. 2 Z 3 MRG).
Mietrechtsgesetz (MRG)
Regelt Rechte und Pflichten von Mietern und Vermietern, zulässige Mietzinsbildung und Kündigungsschutz; Voll-, Teil- oder Nichtanwendung je Objekt.
Richtwertmietzins
Gesetzlicher Ausgangswert für Altbau-Mietwohnungen in MRG-Vollanwendung; Richtwert plus Zuschläge minus Abschläge ergibt den zulässigen Hauptmietzins.
Vollanwendung MRG
Gilt v. a. für Altbau-Mietwohnungen (Baubewilligung vor 1.7.1953); hier sind Mietzins und Kündigung streng geregelt.
Wertsicherung (Indexklausel)
Vertragliche Anpassung des Mietzinses an einen Index (meist VPI) zum Erhalt des realen Werts.
Eigentum & Aufteilung
Nutzwertgutachten
Sachverständigengutachten, das die Nutzwerte (Wertverhältnisse) der Einheiten festlegt – Grundlage des Wohnungseigentums.
Parifizierung
Rechtliche Aufteilung eines Gebäudes in selbstständige Eigentumseinheiten zur Begründung von Wohnungseigentum.
Parifizierungspotenzial
Technische und rechtliche Möglichkeit der Aufteilung in Einheiten; häufig wesentlicher Werthebel beim Zinshaus.
Privatstiftung
Rechtsform zur dauerhaften Verwaltung von Vermögen (häufig Immobilien); eigene Rechtspersönlichkeit nach dem PSG.
Realteilung
Physische Teilung einer Liegenschaft in mehrere selbstständige Grundstücke.
Schlichtes Miteigentum
Gemeinsames Eigentum mehrerer an einer Sache mit ideellen Anteilen, ohne ausschließliche Zuordnung bestimmter Teile.
Wohnungseigentum (WEG 2002)
Mit Miteigentum verbundenes ausschließliches Nutzungs- und Verfügungsrecht an einer Einheit; geregelt im Wohnungseigentumsgesetz 2002.
Wohnungsgemeinnützigkeit (WGG)
Rechtsrahmen für gemeinnützige Bauvereinigungen mit Auflagen zu Kostendeckung, Mietzins und Gewinnverwendung.
Grundbuch & dingliche Rechte
Baurecht
Veräußerliches, vererbliches Recht, auf fremdem Grund ein Bauwerk zu haben (BauRG); eigene Grundbuchseinlage. Gegen periodischen Baurechtszins, zwingend befristet; danach fällt das Bauwerk an den Grundeigentümer.
Dienstbarkeit (Servitut)
Beschränkt dingliches Recht an fremder Liegenschaft (§§ 472 ff ABGB): Grunddienstbarkeit (z. B. Wegerecht) oder persönliche (z. B. Wohnrecht); im C-Blatt eingetragen, wirkt gegen jeden Eigentümer.
Einverleibung
Die eigentliche Eintragung eines Rechts (z. B. Eigentum oder Pfandrecht) ins Grundbuch; erst damit wird der Rechtserwerb wirksam.
Fruchtgenuss
Persönliche Dienstbarkeit (§§ 509 ff ABGB): umfassende Nutzung und Ertragsbezug einer fremden Sache unter Substanzerhaltung; höchstpersönlich, endet i. d. R. mit dem Tod.
Grundbuch
Öffentliches, von den Bezirksgerichten geführtes Register, gegliedert in A-Blatt (Gutsbestand), B-Blatt (Eigentum) und C-Blatt (Lasten). Jede Liegenschaft ist durch ihre Einlagezahl (EZ) eindeutig bezeichnet.
Lastenfreistellung
Löschung bestehender Lasten (v. a. Pfandrechte) im Zuge des Eigentumsübergangs; erfolgt über die Treuhandabwicklung gegen Löschungsquittung des Gläubigers.
Pfandrecht (Hypothek)
Dingliches Sicherungsrecht (C-Blatt); der Gläubiger kann sich im Verwertungsfall nach Maßgabe seines Ranges aus dem Liegenschaftswert befriedigen, meist als Höchstbetragspfandrecht.
Rangordnung
Prinzip der zeitlichen Priorität der Eintragungen; eine Rangordnungsanmerkung sichert den Vorrang einer geplanten Eintragung für ein Jahr.
Vorkaufsrecht
Recht, eine Liegenschaft im Verkaufsfall vorrangig zu denselben Konditionen zu erwerben (§ 1072 ABGB); verbüchert wirkt es gegen jeden späteren Eigentümer.
Recht & Steuern
Absetzung für Abnutzung (AfA)
Jährliche Gebäudeabschreibung bei Vermietung: 1,5 % (vor 1915 erbaut bis 2 %); beschleunigt 4,5 %/3 % in den ersten beiden Jahren ab 1.7.2020.
Bauträgervertragsgesetz (BTVG)
Schützt Erwerber noch zu errichtender/sanierter Objekte vor Verlust der Vorauszahlungen: Zahlung in Raten nach Baufortschritt über Treuhänder plus grundbücherliche Sicherung.
Bemessungsgrundlage
Der Wert, auf den ein Steuersatz oder eine Gebühr angewendet wird (z. B. der Kaufpreis als Basis der Grunderwerbsteuer).
Bestellerprinzip
Wer den Makler zuerst beauftragt (meist der Vermieter), zahlt die Provision; ein Abwälzen auf den Wohnungsmieter ist seit 1.7.2023 unzulässig.
Eintragungsgebühr
Gerichtsgebühr (GGG) für die Eigentumseintragung: 1,1 % der Bemessungsgrundlage; für ein Pfandrecht zusätzlich 1,2 %. Meist über den Treuhänder abgeführt.
Gemischte Schenkung
Übertragung einer Immobilie, die teils entgeltlich (Kaufpreis), teils unentgeltlich (Geschenk) erfolgt – häufig in der Familie, mit steuerlichen Folgen.
Grunderwerbsteuer
Steuer beim Liegenschaftserwerb (GrEStG); Regelsatz 3,5 % der Gegenleistung. Bei unentgeltlichem/familiärem Erwerb Stufentarif (0,5 / 2,0 / 3,5 %). Steuerschuld entsteht mit Vertragsabschluss.
Immobilienertragsteuer (ImmoESt)
Steuer auf Gewinne aus privater Grundstücksveräußerung (seit 1.4.2012, keine Spekulationsfrist); Satz 30 %, Altvermögen effektiv 4,2 %. Ausnahmen: Hauptwohnsitz, Herstellerbefreiung.
Instandsetzung
Werterhöhende Erhaltungsarbeiten an einem Wohngebäude; steuerlich zwingend auf 15 Jahre verteilt absetzbar.
Liebhaberei
Steuerliche Einstufung, wenn kein Gesamtüberschuss absehbar ist; dann keine Anerkennung der Verluste (Prognoserechnung nötig).
Maklergesetz (MaklerG)
Regelt Makler-Auftraggeber-Verhältnis, Aufklärungspflicht und Provision (nur im Erfolgsfall). Seit 1.7.2023 gilt bei der Wohnungsvermietung das Bestellerprinzip (§ 17a).
Treuhandschaft
Abwicklung von Kaufpreis und Eigentumsübergang über einen Treuhänder (Anwalt/Notar); Auszahlung erst nach Sicherstellung des Käufers und Lastenfreistellung.
Verlassenschaftsabhandlung
Gerichtliches Verfahren nach einem Todesfall, in dem der Nachlass festgestellt und den Erben zugeteilt wird (Einantwortung); in Österreich vom Notar als Gerichtskommissär geführt.
Vorsteuerabzug
Rückerstattung der beim Kauf oder bei Investitionen gezahlten Umsatzsteuer (Vorsteuer) durch das Finanzamt; bei umsatzsteuerpflichtiger Vermietung relevant (z. B. Vorsorgewohnung).
Flächenwidmung & Baurecht Wien
Bauklasse (I–VI)
Begrenzt die Gebäudehöhe: I bis 9 m, II bis 12 m, III bis 16 m, IV bis 21 m, V bis 26 m, VI über 26 m; bestimmt das Aufstockungspotenzial.
Bauordnung für Wien (BO)
Landesgesetz, das Flächenwidmung, Bebauung und Bauverfahren in Wien regelt; Grundlage von Widmung, Bauklasse und Bauweise.
Bausperre
Befristetes Verbot von Bauführungen, um eine geplante Umwidmung oder Planänderung nicht zu gefährden.
Bauweise
Anordnung der Gebäude am Bauplatz: offen (o), gekuppelt (gk), geschlossen (g) oder Gruppenbauweise (gr).
Bebauungsplan
Legt fest, WIE gebaut werden darf (Bauklasse/Höhe, Bauweise, Fluchtlinien); in Wien mit dem Flächenwidmungsplan in einem Plandokument.
Flächenwidmungsplan
Legt fest, WAS auf einer Grundfläche zulässig ist (Nutzung/Widmung); vom Gemeinderat als Verordnung beschlossen.
Fluchtlinie
Im Bebauungsplan festgelegte Grenze (Bau-/Straßenfluchtlinie), die die bebaubare Fläche und Gebäudestellung definiert.
Schutzzone
Gebiet mit erhaltenswertem Stadtbild; Abbruch und Veränderung historischer Bausubstanz sind hier stark eingeschränkt.
Umwidmung
Änderung der Widmung; nur durch den Gemeinderat in einem öffentlichen Verfahren, von Eigentümern nur anregbar.
Widmung
Zulässige Nutzung einer Fläche, z. B. Wohngebiet (W) oder Gemischtes Baugebiet (GB); Letzteres erlaubt auch Geschäftslokale.
Architektur & Bausubstanz (Gründerzeit)
Atlant / Karyatide
Tragende oder schmückende Figur in Männer- (Atlant) bzw. Frauengestalt (Karyatide) anstelle einer Säule.
Bassena
Wasserentnahmestelle am Gang historischer Zinshäuser; eine „Bassena-Wohnung" ist eine Substandard-Altbauwohnung ohne eigene Wasserstelle.
Bausubstanz
Gesamte physische Struktur eines Gebäudes, insbesondere tragende und wesentliche Bauteile.
Beletage (Nobelstock)
Repräsentatives Hauptgeschoss mit der größten Raumhöhe und aufwendigsten Ausstattung, meist die erste Etage.
Dachgeschossausbau
Ausbau oder Aufstockung des Dachraums zu Wohnraum; bei Zinshäusern ein zentraler Werthebel (abhängig von Bauklasse).
Energieausweis
Dokument über die energetische Qualität eines Gebäudes; bei Verkauf und Vermietung verpflichtend vorzulegen (EAVG).
Gaupe (Dachgaube)
Stehender Dachaufbau mit Fenster zur Belichtung und Nutzbarmachung des Dachgeschosses.
Gesims
Waagerecht vorspringendes Fassadenelement zur Gliederung; oft als Dach- oder Gurtgesims ausgeführt.
Gründerzeit
Bauperiode 1848–1918; prägt mit hohen Räumen, Stuckfassaden und massiver Bauweise den typischen Wiener Altbaubestand.
Hochparterre
Erhöhtes Erdgeschoss, etwa ein halbes Geschoss über Straßenniveau; in Gründerzeithäusern geschätzt (Einblicksschutz, Repräsentation).
Kernsanierung
Umfassende Erneuerung mit Ersatz/Modernisierung großer Teile der Bausubstanz.
Mezzanin
Niedriges Zwischengeschoss zwischen Erdgeschoss/Hochparterre und erstem Hauptgeschoss; ursprünglich für Gewerbe oder Dienstboten.
Risalit
Vorspringender, über die ganze Gebäudehöhe reichender Fassadenteil zur Gliederung und Betonung (z. B. Mittelrisalit).
Sockelsanierung
Umfassende, meist geförderte Sanierung eines Wohnhauses unter weitgehendem Erhalt bestehender Mietverhältnisse.
Souterrain
Ganz oder teilweise unter dem Straßenniveau liegendes Geschoss; in Zinshäusern oft frühere Wirtschafts- oder Hausbesorgerräume.
Stuckfassade
Mit plastischem Zierwerk (Stuck) gegliederte Fassade; charakteristisch für Gründerzeithäuser.
Beratung & Vermittlung
Exposé
Aufbereitete Objektunterlage mit den wesentlichen Daten, Informationen und Bildern einer Immobilie.
Kaufanbot
Verbindliche Erklärung, eine Immobilie zu bestimmten Bedingungen erwerben zu wollen.
Maklerprovision
Erfolgshonorar für die Vermittlung; bei Kauf marktüblich 3 % zzgl. USt, bei Wohnungsmiete durch das MaklerG gedeckelt.
Suchprofil
Strukturierte Erfassung der Suchkriterien zur automatischen Benachrichtigung über passende Angebote.
Vormerkliste
Kuratierter Kreis vorgemerkter Kaufinteressenten, die bei passenden – auch nicht öffentlich angebotenen – Objekten gezielt informiert werden.
Englische Fachbegriffe (Investment)
Cap Rate
Capitalisation Rate – Jahresertrag geteilt durch Kaufpreis; entspricht der Bruttoanfangsrendite.
CapEx
Capital Expenditures – wertsteigernde Investitionsausgaben in den Bestand (z. B. Sanierung).
IRR
Internal Rate of Return – interner Zinsfuß; jährliche Rendite unter Berücksichtigung des Zeitpunkts der Zahlungsströme.
ROI
Return on Investment – Gewinn im Verhältnis zum eingesetzten Kapital (Gewinn / Kapital × 100).
WAULT
Weighted Average Unexpired Lease Term – gewichtete durchschnittliche Restlaufzeit der Mietverträge; zentral bei Gewerbe.